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Pirmasenser Zeitung am 30.05.2018

Metal mit krachendem Finale

„Heavy Spring Fest“ in der Schwemme mit drei Bands

Dass Metal nicht nur laut, sondern auch melodiös ist, bewiesen die drei Bands, die beim ersten „Heavy Spring Fest“ in der Schwemme in Pirmasens auftraten. Über den ganzen Abend rockten drei Bands die Bühne, die sich trotz des gemeinsamen Genres Metal musikalisch komplett voneinander unterscheiden.
„Opener“ des Abends war die Newcomer-Band „Siren’s Legacy“ aus Neunkirchen. Die Saarländer kombinieren Orchestersound mit Gitarrenriffs und virtuos eingesetzten Drums, die den symphonischen Sound durch eine weibliche Gesangsstimme ergänzen.
Auch bei „Minotaurus“ aus Untermain in der Nähe von Aschaffenburg ist die weibliche Gesangsstimme eins der Erfolgsrezepte. Clarissa Hobeck ist die Sängerin der siebenköpfigen Band, die „im Stil von Subway to Sally bis Manowar spielt“, erklärt Hobeck. Sie bedienen sich des Folk-Metal und mittelalterlichen Klängen und greifen eher ausgefallene Instrumente auf, wie Harfen und Flöten. Alle Songs stammen aus der eigenen Feder, nichts ist gecovert.
„Wenn wir im Proberaum sitzen, überlegen wir: wie können wir ein gutes Lied machen? Und jeder schreibt mal etwas“, erklärt die Sängerin, die in ihrem schwarzen voluminösen Tüllkleid mit Schnürung und ihrem Kopfschmuck wie eine dunkle Fee wirkt. „Dadurch erhält jedes Lied einen anderen Rhythmus und es entstehen unterschiedliche Aspekte“. Sie selbst wollte schon immer in einer Band singen und freute sich umso mehr, als sie im Internet angefragt wurde, bei „Minotaurus“ mitzuwirken – einer Band, die seit 24 Jahren existiert und damit noch etwas älter ist, als Hobeck selbst.
Zuhörer Holger Müller genoss die Vielfältigkeit der drei Bands. Er schätzt die Atmosphäre in der Schwemme, wo man gut neue Bekanntschaften knüpfen kann und es laut Müller keinen Ärger gibt und jeder auf jeden aufpasst.
Das sieht Patrick Fuchs alias Titan Fox von „Hammer King“ genau so. Der Sänger und Gitarrist der Kaiserslauterer Band hatte nicht seinen ersten Auftritt in der Schwemme und beschreibt diese als sehr seltenen Club mit Stammpublikum und Atmosphäre: „Ein Platz, an dem man gerne spielt. Hier wird Metal und Rock gelebt, wie es sein muss: frei und laut“.
Auch er fällt auf durch seinen außergewöhnlichen Style: geschminkte Augen, lackierte Nägel und das Outfit – alles natürlich in metalgetreuem Schwarz. Die Band besteht seit 2014. „Wir spielen die Songs, die der König uns gibt“, so der Leadsänger. Gemeint ist der König von Saint-Tropez, seinem Königreich und den Legenden darum.
„Wir wollen Songs, die simpel sind und auf den Punkt kommen. Sprich: Sie müssen funktionieren“, sagt Fuchs. Deswegen sind alle für den Live-Gebrauch geschrieben. Die Musikrichtung von „Hammer King“ nennt sich Power Metal und die vierköpfige Band brachte das erste „Heavy Spring Festival“ spät am Abend und mit vielen erhobenen Pommesgabeln (dem Zeichen der Metalfans) zu einem krachenden Abschluss. (ab)

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