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Minotaurus Unplugged!!      -      Weiter gehts!!!
Presse
Metal Glory am 23.10.2009
Genau so wie „The Lonely Dwarf“ muss Fantasy-Metal klingen. Verdammt viel Atmosphäre im Stil der alten Blind Guardian und große Melodien vereint in kurzweiligen, unterhaltsamen und sehr abwechslungsreichen Songs, eingepackt in einen druckvollem Klang.
Gleich der getragene Opener „Illusions“ punktet mit leichtem Folk-Einschlag, einem tollen mehrstimmigen Refrain und Gastsänger Chris Bay. „The Lonely Dwarf“, das nächste Highlight fällt durch den Duettgesang von Neuzugang Julia Feser und Oliver Klump sehr angenehm auf. Super witzig ist das Sauf-und Feierlied „Holla die Waldfee“, auch weil die Minotauren zum Wohl des Reims die deutsche Sprache doch arg quälen. Blackmore’s Rainbow at it’s best gibt es mit „Edge Of The Rainbow“. Das ist zwar kein Metal, sondern reine Folklore, aber von atemberaubender Qualität. Danach gibt es noch mit „No Return“ klassischen Metal, das hymnisch-folkloristische „Feels Like Coming Home“, True Metal im Majesty-Stil („Rainbow To The Future“) und abschließend ein Instrumental vom einsamen Zwerg. Der erste Gedanke nach dem Ausklingen der letzten Töne der 45 Minuten wird sein: Nochmal! Die Band macht hier richtig, was man richtig machen kann.

Tracklist: Lineup:

1. Illusions
2. Fighting For Nothing
3. The Lonely Dwarf
4. Dark Ruler
5. Ouroboros
6. Holla die Waldfee
7. Edge Of A Rainbow
8. No Return
9. Feel Like Coming Home
10. Rainbow To The Future
11. The Lonely Dwarf (Instrumental Rollenspielerversion)

8.0 Punkte von LEX (am 23.10.2009)
POWERMETAL.de am 05.10.2009
Review.: The Lonely Dwarf
POWERMETAL.de
Review von Holger Andrae
Kurzweiliger Mittelalter-Metal ohne Scheuklappen.
MINOTAURUS ist eine Mittelalterband aus Aschaffenburg, die bereits diverse Alben veröffentlicht hat und sich ganz offenbar ein gewisses Standing in der entsprechenden Szene erarbeitet hat. Da ich keines der bisher erschienen Werke kenne und grundsätzlich solcher Musik nicht abgeneigt bin, gehe ich mit positiver Erwartung an das lustig betitelte, aktuelle Scheibchen heran.

Wer bei mittelalterlichen Klängen jetzt an SUBWAY TO SALLY und Konsorten denkt, ist bei MINOTAURUS nicht ganz richtig. Die Truppe erinnert mich stellenweise eher an MACBETH, ohne deren Härtegrad zu erreichen. Vielmehr spürt man diesem kleinen Zwerg hier an, dass er aus einer Bierlaune heraus als Persiflage auf "Herr der Ringe" entstanden ist. Denn Spaß steht bei den Stierköpfen offenbar sehr weit oben in der Antriebsfederliste. Dabei ist es ihnen völlig schnuppe, was die Konkurrenz so treibt. Da wird mal Englisch und mal Deutsch gesungen, mal etwas düster und ernsthaft, mal etwas kitschig und mal auch sehr humorvoll. Das mag man völlig albern finden, kann aber, wenn man nicht zu verbissen an so ein Album heran geht, auch sehr viel Kurzweile bringen.

Ein Titel der 'Holla, die Waldfee' heißt, ist natürlich eine extrem bierselige Schlachthymne, die man belächeln kann. Ich lache herzhaft und schwenke mein imaginäres Methorn. 'Edge Of A Rainbow' kommt dann mit einer Melodieführung um die Ecke, die auch in einer Schlagerparade ankommen würde. Ein Problem, mit welchem auch SCHANDMAUL zu kämpfen haben. Aber sind wir doch mal ehrlich: Heavy Metal lebt vom Kitsch oder warum sonst stehen so viele auf MANOWAR? Mehr Kitsch geht ja wohl kaum.

Aber neben solchen Nummern brettern die Minos an vielen anderen Stellen auch kräftig nach vorne los. Ich verweise auf das treibend-stampfende 'No Return' oder das mystische 'Dark Rider', welches vom exzellenten Gesang lebt. Alle Kompositionen sind extrem eingängig und werden teilweise durch den Einsatz von Querflöten aufgelockert. Dazu addiert sich als Bonus eine weibliche Solostimme, die mir sehr gut gefällt.

Insgesamt eine sehr kurzweilige Angelegenheit, die ich Freunden von mittelalterlichen Klängen ohne Scheuklappen sehr empfehlen kann.

Anspieltipps: Illusions; Holla, die Waldfee; No Return; The Lonely Dwarf
Note: 7.5 / 10
Holger Andrae, 5.10.2009
Metal 1 Info am 16.09.2009
Metal 1 Info CD review 14.09.2009

Ziemlich viel Zeit ist vergangen, seit MINOTAURUS 2004 ihr tolles Album "Myth Or Reality" releast haben. Ich hatte sogar schon befürchtet, dass sich die Truppe aufgelöst hat. Das ist glücklicherweise nicht geschehen, und nach fünf Jahren gibt es nun tatsächlich neues Material von den Unterfranken. "The Lonely Dwarf" heißt das neue Album, bei dem einige Gastmusiker mitspielen und dass wohl auch eine konzeptionelle Grundlage hat.

MINOTAURUS spielen eine Mischung aus keltisch angehauchtem Folk Metal und melodischem Power Metal. All zu oft habe ich eine solche Vereinigung von recht unterschiedlichen Stilen noch nicht gehört. Doch sie funktionierte bereits früher, und auch "The Lonely Dwarf" profitiert von der Charakteristik des Sounds.
Gleich der Opener "Illusions" ist ein Highlight des Albums. Eine geradlinige, eingängige Hookline, angereichert durch die folkigen Riffs und veredelt mit einem gelungenem Höhepunkt, weiß sofort mitzureißen. Und Gastsänger Chris Bay (Freedom Call) drückt dem Song mit seinem klaren Timbre einen Stempel auf. "Fighting For Nothing" ist etwas kräftiger und durch einige Wechsel von Tempo und Intensität leicht progressiv angehaucht. Auch hier geben sich zwei Gäste die Ehre: Markus Steffen (Sieges Even) und Moritz Sohns (Dreamreaver) zeichnen für die Gitarrenparts verantwortlich.
Beim Titeltrack "The Lonely Dwarf" darf erstmals Neuzugang Julia Feser ran. Besonders die Duette mit Sänger Oliver Klump heben den epischen Touch des Songs auf eine neue Stufe. Auch sonst ist der Track bombastisch arrangiert und wartet mit einer tiefgründigen Vielschichtigkeit auf. Schon hier fällt auf, dass sich die verschiedenen Melodien wie ein roter Faden durch das Album schlängeln, aufeinander aufbauen und ihm so eine konzeptionelle Gesamtheit verpassen. Ich fühle mich manchmal – auch wenn es ein ganz anderer Stil ist – an die Metal-Opern von Avantasia erinnert. Und das meine ich als Vergleich im positiven Sinne.

Die Songs haben durchaus unterschiedliche Stimmungen – so ist "Dark Ruler" relativ düster und auch druckvoller und aggressiver –, trotzdem präsentiert sich "The Lonely Dwarf" als eine gelungene Einheit. Im Grunde ist es dadurch nicht relevant, Highlights herauszufischen, denn die einzelnen Songs benötigen einander, um die Atmosphäre zu entwickeln und das jeweils richtige Feeling zu vermitteln. Doch kann ich sagen, dass sich keine Filler eingeschlichen haben. Das Album ist trotz – oder vielleicht gerade wegen – seines Konzeptes und seines unterschwellig Musical-liken Aufbaus sehr abwechslungsreich und unheimlich gut durchdacht. Die lange Entwicklungszeit hat sich ausgezahlt.
Sogar einen Song mit deutschem Text servieren MINOTAURUS auf vielfachen Wunsch der Fans. Ich muss sagen, dass auch "Holla die Waldfee" (das ist auch der insgeheime live-Schlachtruf der Band) mit seiner Mischung aus Dynamik und schwungvoller Stimmung sehr gut ins Konzept passt.

"The Lonely Dwarf" ist aber nicht nur kompositorisch einwandfrei ausgeklügelt. Das Agieren mit mehreren Gesangsvariationen steigert natürlich die Vielfalt nochmals. Neben der kraftvollen, rauheren Stimme von Oliver Klump, haben wir bei zwei Songs Chris Bays klares Organ, dazu gelegentlich die weiblichen Vocals als Kontrast oder bei den genialen Duetten. Und nicht zu vergessen die hymnischen Choräle.
Auch an der Leistung der Instrumentalisten gibt es nichts zu meckern. Sie verpassen jedem Song genau die Power, die er benötigt. Die Produktion ist gleichermaßen druckvoll und transparent und hebt dadurch die Atmosphäre des Albums schön hervor. "The Lonely Dwarf" wird so zu einem wirklich curzweyhligen Vergnügen.

Ich fand "Myth Or Reality" schon klasse, doch "The Lonely Dwarf" verweist seinen Vorgänger wohl auf den zweiten Platz. MINOTAURUS kröhnen mit ihrem neuen Werk ihr bisheriges Schaffen. Wer auf Folk Metal und/oder Power Metal steht, sollte sich dieses Werk nicht entgehen lassen.
Bewertung: 9/10
Redakteur: Steffen Münch
Darkscene Österreich am 15.09.2009
Minotaurus - The Lonely Dwarf (CD)
Label: Curzweyhl
VÖ: 14.08.200
Art: Review
DarksceneTom
(1336 Reviews)
7.0
Es ist ein durchaus kurzweiliges Album, dass uns die Aschaffenburger Celtic Metal/Folk Rock Kombo hier präsentiert. Minutaurus sind seit über zehn Jahren unterwegs um sich kontinuierlich weiter zu entwickeln und "The Lonely Dwarf", das mittlerweile dritte full-length Album, zeigt dass es sich durchaus gelohnt hat.
Verpackt in ein hübsches Cover das Fantasy- wie Metal Fans gleichermaßen anspricht und eingeholzt in eine gute Produktion bieten die Deutschen allesamt rollenspieltaugliche Songs in einer kurzweilig und unaufdringlichen Schnittmenge aus Rock, Metal und Folklore. Die epische Metal Kante wird ebenso strapaziert, wie klassische Power- und True Metal Elemente, Folk Rock und Pagan Eindrücke. Dabei klingen Minotuarus glücklicherweise zu jedem Moment wie eine Metal Band, ohne sich wie viele ihrer Artverwandten in den Wäldern zu verirren in denen Kitsch auf Bäumen wächst und Honig in den Bächen fliest. Man wirkt selten aufgesetzt und trotz aller keltischen Melodien und folkloristischen Momente kommt das Ergebnis glaubwürdig und absolut sympathisch rüber. Die teils zweistimmig vorgetragenen Gesänge klingen harmonisch ohne platt und gezwungen zu wirken, die Refrains von Songs wie "Dark Ruler", dem Titeltrack oder dem Opener "Illusions" treffen auch den Nerv der Zeit und Kundschaft und auch musikalisch kann man den Deutschen eigentlich rein gar nix ankreiden.

Minotaurus bedienen ihre Zielgruppe nahezu perfekt, nicht mehr aber auch nicht weniger. Metal Fans, Rollenspielfreunde, Fantasyfreaks und Mittelalterverfechter können hier gleichermaßen befriedigt werden und genau dazu muss man Minotaurus neidlos gratulieren, denn nicht umsonst wurde die Truppe dazu erkoren den Titeltrack zum gleichnamigen Independent Fantasy Film – zu sehen im Videoclip - zu kreieren…
Metal District am 14.09.2009
Metal District Sebtember 2009
MINOTAURUS - The Lonely Dwarf
Wie ein exzellenter Wein einige Jahre des Reifeprozesses durchmachen muss, um seine volle Blüte zu entfalten, so haben sich auch MINOTAURUS kontinuierlich nach vorne gearbeitet, um mit "The Lonely Dwarf" letztendlich die Meisterprüfung abzulegen.
Gegenüber den früheren Veröffentlichungen (immerhin vier EPs und zwei Full-Length-Alben) konnte man in jeder Beziehung noch einen drauf setzen. Das Songmaterial klingt flüssig, die Arrangements durchdacht und die technischen Leistungen (allen voran Sänger Oli Klump, wenn gleich immer noch steigerungsfähig, und der neue Schlagzeuger Hagen Fitz) jedes Musikers erfuhren eine deutliche Steigerung. Die Band klingt deutlich heavier und die Folk-Akzente wurden leicht zurück geschraubt. Trotzdem sind die keltischen Melodien und die doppelläufigen Gitarrenparts á la Thin Lizzy immer noch präsent.
Auch die Integrierung von Sängerin Julia Feser ist vollends gelungen und glücklicherweise vermeidet man auch die typischen Gut-/Böse-Gesangsspielchen aus dem Gothic Metal-Bereich, sondern setzt viel mehr auf gemeinsame Harmonien.
Höhepunkte für mich sind der mit einem tollen Refrain ausgestattete Opener "Illusions" (mit Gastvocals von Chris Bay/Freedom Call), das harte und hypnotische "Dark Ruler", das flotte Instrumental "Ouroboros" und nach etwas Anlaufzeit (aufgrund des zunächst etwas befremdlich wirkenden, deutschen Textes) "Holla die Waldfee".
Neben den zehn regulären Songs, die im Übrigen keinen wirklichen Ausfall beherbergen, haben MINOTAURUS noch zwei Bonusstücke mit auf's Album gepackt: Beide Male handelt es sich dabei um den Namensgeber der CD "The Lonely Dwarf", der zunächst als Instrumental in der sogenannten "Rollenspielerversion" daher kommt und dann noch als sehr professioneller Videoclip aufwartet. Letzteres stammt nicht von ungefähr, da die Nummer auch als Titelsong zum Independent-Fantasyfilm gleichen Namens erkoren wurde.
MINOTAURUS sind ganz klar auf dem Weg nach oben und könnten sogar den Spaghat schaffen, sowohl Melodic-Freunde, True Metaller und Rollenspiel-/Mittelalter-Fans zu vereinen. Thumbs up!

Autor:
Hansy
Bewertung:
8,5 von 10 Punkten
Weiteres:
Label:
Curzweyhl
Release:
14.08.2009
Metal Message am 27.07.2009
MINOTAURUS
„The Lonely Dwarf“
(Curzweyhl) 7/10
Erfrischend schmissigen Mittelaltersound bieten diese Aschaffenburger Celtic Folk Metal-Musikanten auf dem aktuellen dritten Studioalbum „The Lonely Dwarf“ dar – und gute alte Blind Guardian-Songs werden dabei nicht selten zitiert. Im durchaus interessanten Kombinat mit zeitloser Early-Iron Maiden-Anmut, besonders was die passabel melodisierten Harmonien der Gitarren angeht, schneiden die Kompositionen der Scheibe im inländischen Vergleich gut ab. Seit 1994 ackern sich Minotaurus einen ab, man hat es also mit Überzeugungstätern zu tun. Beachtlich prägnant instrumentiert, ackern die Urheber mit belebend galoppierenden Rhythmiken übers stilistische Feld. Eigenständigkeit schreiben die im Zeichen des Stiers Kreierenden dabei ganz groß. Die gezielt einfachen Strukturen der Songs sind stets angenehm nachvollziehbar angelegt, was dem kurzweiligen Liedgut der Aschaffenburger leichten Zugang ermöglicht. Sehr wohltuend, bedenkt man den doch oftmals arg prätentiösen kompositorischen Aufwand, den so manche vergleichbare Combo um ihre Stücke betreibt, und welcher oftmals in überambitionierten Langweilern endet. Sänger Oliver Klump variiert mit seinen Phrasierungsmöglichkeiten lobenswert – und immer dann, wenn auch noch schön natürlich weiblich gehaltener Stimmsupport ins Kehlengeschehen kommt, breitet sich wonnige Stimmung aus. Besagte Dame, zweifelsohne ein gesegnetes Naturtalent, vokalisiert ihre fein gesinnten Passagen sogar vielfach besser und vor allem femininer klingend als ein Großteil der bekannten Protagonistinnen des Genres.
© Markus Eck
(20.07.2009)
Metal Aschaffenburg am 21.06.2009
Minotaurus - „The Lonely Dwarf“
Einsam aber glücklich
Wow! Die Kult-Metaller von Minotaurus haben gleich mehrere Schritte auf einmal gemacht und mit ihrem neuen Album „The Lonely Dwarf“ nicht nur in Punkto Abwechslung und Songwriting, sondern auch in Sachen Produktion ordentlich zugelegt. Dadurch avanciert neue Album ohne Zweifel zum bisher besten Werk der Band. Die fünf Jahre Wartezeit seit „Myth Or Reality“ haben sich für die Fans mehr als gelohnt, denn diese können sich auf zehn (die Instrumental-Version des Titeltracks ausgeklammert) ausgefeilte, fett klingende Minotaurus-Hymnen freuen, die durch den Feinschliff in den Seeheimer Kohlekeller-Studios (Powerwolf, Agathodaimon etc.) und diverse Gastbeiträge besser als je zuvor klingen. Einen nicht zu verachtenden Anteil trägt auch Schlagzeug-Neuzugang Hagen Fitz, der durch sein dynamisches Spiel die Songs maßgeblich bereichert. Doch nun zu den Songs:
Der Opener „Illusions“ ist von dicken Riffs und einem fettem, hymnenhaften Refrain geprägt und erinnert durch die prominente Unterstützung von Freedom Calls Chris Bay natürlich etwas an dessen Band. Ein hervorragender Auftakt für das Album.
„Fighting for Nothing“ atmet im Anschluss den Flair älterer Guardian-Scheiben und schließt harmonisch an den flotten Beginn an. Der akustische Ausklang leitet zum Titelsong (und gleichzeitig auch Titelsong der Fantasy-Persiflage „Der Einsame Zwerg“) „The Lonely Dwarf“ weiter. Dieser beginnt balladesk, nimmt dann aber Fahrt auf und geht erst im melodischen, Refrain (im Duett mit Sabine Cristal intoniert) wieder vom Gaspedal. Die folkigen Gitarrenmelodien und der spannende Aufbau machen das Stück zu einem der Highlights der Platte.
Weiter geht es mit dem für Minotaurus eher untypischen, langsam stampfenden „Dark Ruler“. Sänger Olli klingt hier (vor allem wegen der Betonungen der Endsilben) stark nach David DeFeis von Virgin Steele (oder auch Manowars Eric Adams)
Nach den starken, instrumentalen Zwischenstück „Ouroboros“ gibt es als Geschenk für die Fans, die sich in großer Zahl beim Voting für einen in deutsch gesungenen Titel ausgesprochen haben, das witzige (aber bestimmt auch polarisierende) „Holla die Waldfee“.
„Edge Of A Rainbow“ überrascht dann mit gemäßigtem Tempo und Lagerfeuer-Atmosphäre. Minotaurus machen hier als Mittelalter-Barden auch in ruhiger Tonlage eine gute Figur und können auf diese Weise glatt in Konkurrenz mit Blackmores Night treten.
Ehe die CD mit einer Instrumental-Version von „The Lonely Dwarf“ ausklingt folgen noch das klassische „No Return“, das Iron-Maideske „Feel Like Coming Home“ und das mit galoppierenden Manowar-Groove versehene „Rainbow To The Future“.
Um neben dem Ohr auch das Auge zu verwöhnen gehören zum Gasamtpaket neben dem bis dato schicksten Cover der Bandgeschichte auch noch der sehenswerte Videoclip zum Titelsong. Wer dann als True-Metal-Anhänger noch nicht zufrieden ist, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Applaus für die deutliche Steigerung in allen Bereichen! (mk)

Genre: Celtic/Folk/True-Metal
Herkunft: Deutschland
Label: Curzweyhl
Veröffentlichungsdatum: 01.08.2009
Metal Hammer am 08.02.2005
Bild Review " Myth or Reality "
The Rock Magazin online am 26.01.2005
Minotaurus: *Myth Or Reality*
Vielen Bands, die sich entschließen, ihren metallischen Klängen auch Historisches, Mittelalterliches oder Fantasy Beladenes hinzuzufügen, gelingt es nicht ganz, dabei nicht pompös oder zu verspielt aufzutreten. Einigen steht das gut zu Gehör (Rhapsody, Blind Guardian) und wieder andere verhaspeln sich einfach und nehmen der Grundstruktur der Stücke den eigentlichen Charakter. Minotaurus haben diese Probleme nicht, oben erwähnte Elemente sind sehr dezent und eher im melodieformenden Bereich zu finden als durch zuviel Einsatz anderweitiger Instrumente oder Bombast. Orchestral ist hier gar nix, der epische Touch entsteht in erster Linie wirklich allein durch das Songwriting und nicht durch die Arrangements, die einfach nur Metal sind. Und der ist sehr gerade, eingänglich und gut mit den nötigen Ups & Downs produziert. Der rauhe Gesang paßt dazu auch wunderbar und verwandelt die Mischung aus Metal und Fantasy nicht in einen epischen Romantik-Rotz. Die Songs sind sehr traditionell gehalten, wer also was richtig Innovatives haben will, wird bei diesem Output vielleicht ein wenig enttäuscht sein. Wer einfach nur eine gute Scheibe haben will und wem es dabei egal ist, ob die Band dabei was Neues erfindet, wird seinen Spaß mit diesem Album haben. Das Material klingt sehr ehrlich und authentisch, die mittelalterlichen und Folk-Einflüsse fügen sich wunderbar ein und kommen sehr natürlich. Die Produktion dreht das Ganze dabei allerdings auch nicht zu sehr in die reine Metal-Ecke mit Getöse und Gebumbse an allen Enden, sondern läßt den einzelnen Elementen und Einflüssen viel Luft um zu wirken. Eine tolle Platte, die nicht nur Genre-Fans antesten sollten. (Curzweyhl) EV

The Rock Magazin online 26.01.2005
Heavy oder Was? am 10.01.2005
Review "Myth or Reality"
Minotaurus existieren schon lange im Aschaffenburger Raum und haben schon unzählige Liveshows hinter sich, welche immer mit dem netten Bandmaskottchen angereichert werden. Mit „Myth or Reality“ hat die Band endlich mal einen Schritt nach vorne getan und zum einen den Härtegrad angezogen und auch das Songwriting verbessert. Die Mischung aus Mittelalter und Metal funktioniert nun besser als bei den vorherigen Releases und es ist ein gewaltiger Schuss Epik hinzugekommen. Allerdings muss man sagen, dass ein paar der Songs, wie zum Beispiel „Warriorhearts“ einfach zu lang geraten sind. Hier sollte sich die Band in Zukunft etwas kompakter geben. Ansonsten eine gute CD, die jedem Fan dieses Genres ans Herz gelegt werden kann.
Oliver Weinsheimer (8 Punkte)
Rock Hard am 08.01.2005
Bild (Plus/Minus)Kritik "Myth or Reality"
Bright Eyes online am 08.01.2005
Bei Minotaurus handelt es sich um eine dieser Bands, die schon ewig lange existieren, eine Menge Erfahrung aufweisen, aber dennoch nicht über eine regionale Bedeutung hinausgekommen sind. Die Aschaffenburger beherrschen durchweg ihre Instrumente, haben ein Gefühl für Melodien und auch die Produktion ihres Zweitwerks „Myth Or Reality“ geht voll in Ordnung. Warum es geschlagene 10 Jahre dauert, dass die Band ein entsprechendes Label und eine schlagkräftige Promo bekommt, bleibt mir ein Rätsel. Stilistisch sind die Unterfranken irgendwo zwischen Blind Guardian, Blackmore´s Night und nordischen Viking-Bands wie Forlorn angesiedelt. Des Weiteren finden sich diverse Anleihen aus dem Folk Metal a la Skyclad wieder. Mir gefällt diese Mischung extrem gut, weil die Jungs um Bandleader Oliver Klumb wirklich Altbewährtes mit eigenen Ideen mischen. Lyrisch finden sich die Songs in der Fantasy- und Historien-Welt wieder, so dass das Thema Mythen und Sagen der rote Faden des Albums ist. Eine Besonderheit haben die die Süddeutschen einfallen lassen. Mit „Warriorhearts“ haben sie den Titeltrack des ambitionierten Amateur-Filmprojektes „Kriegerherzen“ geschrieben und auf der neuen Scheibe platziert. Im Gegenzug haben die Filmemacher das Video zum Stück produziert, welches auch auf der CD zu finden ist. Mit anderen Worten hat man hier aus 1 und 1 drei gemacht. Well done.

11 von 13 Augen
René Otto

Bright Eyes online 08.01.2005
Orkus am 12.12.2004
Review " Myth or Reality "
Wie hätte es wohl geklungen, wenn Manowar für die Ritter der Tafelrunde gespielt hätten? Die Antwort hierauf geben Minotaurus mit ihrem nunmehr zweiten großen Album Myth or Reality. Fünf ritterliche Musiker im Chorus, unterstrichen von Gitarren und Drums in bewährter Celtik Folk Metal-Manier; Sagen und Geschichten vom Schlachtfeld, von Kampf, Ruhm und Ehre; glorreiche Gesänge und Geschichten irgendwo zwischen Mythos und Realität. Nach ihrem Debüt Path of burning Torches im Jahr 1999 haben sich Minotaurus viel Zeit gelassen, um nun mit zehn neuen Stücken ihr Comeback zu feiern. Unter anderem ist auch der neunminütige Song Warriorhearts, Soundtrack des Filmprojekts Kriegerherzen, auf der CD enthalten, und als kleines Schmankerl gibt´s außerdem noch den zugehörigen Videoclip. Ein durchweg opulentes und kurzweiliges Hörvergnügen! Bleibt nur zu hoffen, dass der Nachfolger nicht noch mal fünf Jahre auf sich warten lässt.

Mathias Schwappach
Metalstorm (online) am 15.11.2004
Minotaurus - "Myth Or Reality" (Album)

Wenn auf einem CD-Cover Worte wie Sword, Warrior oder Dragon auftauchen, wird diese CD schon mal gerne blind auf den Stapel gelegt, den Ich zu besprechen habe. Und da MINOTAURUS ja schon fast Dragon ist, landete auch Myth Or Reality, das zweite Album der Folk Metaller, auf meinem Schreibtisch. Und irgendwie bin ich da gar nicht traurig drum. Gut gemachter Folk Metal mit starkem irischen Einschlag kommt aus den Boxen. Und während fast jede bekanntere Mittelaltermetalband ihren Metalanteil inzwischen unter Rammstein-Riffs begräbt, werden hier die hohen Weihen des Metals würdig begangen. Dennoch wirkt das Ganze tief verwurzelt in derFolkmusik, was einem bei dem verantwortlichen Label (Curtzweyhl) nicht wirklich verwundert. Eifrigen Liveroleplayern wird vielleicht der Film „Kriegerherzen“ ein Begriff sein, einem Projekt der LARP-Szene. Zu diesem Film haben MINOTAURUS den Titeltrack Warriorhearts verfasst, der sich sowohl als Song als auch als Video auf der CD befindet. Ein neunminütiges Epos, welches alle Trademarks der Band enthält. Aber auch der Rest des Albums weiß zu gefallen. Ausfälle sind nicht vorhanden, ausgesprochene Highlights allerdings auch nicht, viel mehr ist es so, dass sich das gesamte Album auf einem durchgehend recht hohen Niveau befindet. 5 Jahre haben die 5 Jungs gebraucht, um ihr zweites Album einzuspielen, wollen wir mal hoffen, das es nun etwas schneller gehen wird, denn in einem Heer von mindertalentierten Möchtegernmittelalterrockern fallen MINOTAURUS auf, wie eine Rose in einem Feld voller Scheisse

(Tequila - 15.11.2004) 78 von 100 Punkten

Label : Curzwehyl

Metalstorm (online) 15.11.2004
Aktuelle Termine
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